Schon bald teilen mein Freund und ich uns eine gemeinsame Wohnung. Ein Riesenschritt

– doch ist das Thema Zusammenziehen wirklich so ein großes?

Eineinhalb Jahre! Das ist nicht lange! Eineinhalb Jahre bin ich mit meinem Freund zusammen. Unendlich viele schöne Momente, ein paar traurige, gefühlte 732509 Mal Essen-Gehen, fünf Urlaube und nun nur noch eine Wohnung. Das ewige Packen und Schleppen hat ein Ende und traute Zweisamkeit kehrt ein.

Gegenwind von Nord bis West

„Na du traust dich was“ oder „Das ist die Bewährungsprobe!“ – die ersten Reaktionen anderer auf die Neuigkeit waren meistens Staunen oder Misstrauen. Das ist ein großer Schritt, der gut durchdacht sein sollte, doch zerdenken wir manchmal nicht zu viel? Meine ehemalige Mitbewohnerin war beziehungstechnisch immer sehr schnell unterwegs. Schon nach einer Woche war sie mit ihrem Freund zusammen und auch die gemeinsame Wohnung wurde bald Thema. Sie verstand die Angst vieler hinter dem Zusammenziehen nicht. Von ihr lernte ich zwei wichtige Dinge:

Wenn nicht jetzt, wann dann?

In den Anfangsjahren einer Beziehung ist meistens alles heitere Wonne. Man versteht sich gut, hat immer was zu lachen und geht unbeschwert durchs Leben. Wieso also nicht noch mehr Zeit miteinander verbringen? Wenn es in dieser Zeit, in der alles zu stimmen scheint, nicht klappt, dann wohl gar nicht. Auch wenn es viele unterschiedliche Arten gibt, eine Beziehung zu führen, so wird es in den häufigsten Fällen dennoch auf das Teilen eines Wohnortes hinauslaufen. Es ist der gängigste Lauf auf dem Weg der Liebe. Doch oft kommt die Angst dazwischen? Was, wenn man doch nicht zueinander passt? Was, wenn man mit den Marotten des anderen nicht umgehen kann? Was, wenn ich erst später bemerke, dass ich alleine glücklicher bin?

All diese Fragen können berechtigt sein, doch stehen sie dem eigenen Glück mehr im Weg, als sie dieses voranbringen. Natürlich sollte die Entscheidung zusammenzuziehen eine gründlich überlegte sein, aber alles zu zerdenken ist auch nicht gut. Ein bisschen mehr ins kalte Wasser springen kann nicht schaden. Aufs Beste hoffen – denn optimistisch lebt es sich am schönsten!

Nichts ist in Stein gemeißelt!

Zieht man mit Freunden zusammen, beispielsweise in eine WG, würde es vorab wohl keine Aufregung geben. Ist doch normal! Klappt es nicht, kann man schließlich wieder ausziehen.

Doch wieso sollte es in einer Beziehung anders sein. Nix ist fix! Kommt man im Nachhinein darauf, dass es doch nicht so gut funktioniert, wie gedacht, dann zieht man halt wieder auseinander. Eines ist klar: oftmals wird dann wahrscheinlich nicht nur das Wohnverhältnis, sondern die romantische Bindung an sich beendet, doch das ist dann eben so. Lieber früher, als später bemerken, ob es passt. Sind Kinder im Spiel, wird die Angelegenheit bestimmt nicht einfacher. Ich will damit nur sagen, dass das Zusammenleben keine Sache ist, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Der PAX-Kasten schafft sicher auch noch einen weiteren Umzug :).

Meine neue Hood

Ich ziehe Ende August aus dem 11. in den 8.Bezirk und ich freue mich schon riesig. Ich liebe ich die quirlige Umgebung. So kann ich auch mitten in der Nacht eine Runde gehen und finde zahlreiche coole Lokale, die zum Entspannen und Mampfen einladen. Zudem kann ich es kaum erwarten, nicht immer einen halben Koffer durch Wien schleppen zu müssen, wenn ich bei meinem Freund übernachte. Shoote ich für den Blog, muss ich mir manchmal schon zwei Tage im Voraus überlegen, was ich anziehen möchte – und das muss dann natürlich wieder in mein Dauergepäck. Das hat zum Glück schon bald ein Ende. Und natürlich freue ich mich auf das gemeinsame Leben. Sich jeden Tag zu sehen wird sicher kein Zuckerschlecken – vor allem, weil die Wohnung sehr klein ist – doch ich freue mich, meinen Partner noch besser kennenzulernen. Inklusive all den nervigen Alltagsmarotten! Das gehören schließlich dazu!

Was haltet ihr von dem Zusammenziehen mit dem Partner? Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen oder gibt es diesen überhaupt? Ich würde mich über eure Meinung und Erfahrungen in den Kommentaren freuen.