marcia-portrait

Als Kind versteckte ich mich gerne auf dem Dachboden meiner Oma, der bis oben hin voll mit Stoffresten war. Ich ließ mich gerne auf den Haufen fallen und stellte mir dabei vor auf Wolken zu schweben. Denn so fühlten sich Wolken für mich an: weich wie Samt und kühl wie Seide. Wenn meine Mutter an ruhigen Sonntagnachmittagen die Nähmaschine hervorholte und uns Kleidchen nähte, schaute ich ihr gebannt über die Schulter. Dass ich also eine Faszination für Mode entwickeln würde, war prädestiniert.

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Lookbook habe ich schon seit zwei Jahren und durch meinen Kleidungsstil möchte ich der Welt zeigen wer ich bin. Ich liebe das Gefühl von Samt oder Seide auf der Haut. Ich liebe es zu nähen, auch wenn meine Feinmotorik da anderer Meinung ist. Ich lasse mich schlecht in eine Schublade stecken. Ich bin klassisch, aber verspielt bin, anfangs vielleicht noch ruhig und schüchtern, aber nach nur kurzer Zeit mutiere ich zu einer nervenden Quasselstrippe.

Mit meinen 22 Jahren durfte ich schon viele Städte als Wohnort angeben. Ursprünglich komme ich aus Porto in Portugal. Bis ich nach Wien kam, hat es mich zuerst nach Stuttgart verschlagen. Nun bin ich aus Genua zurückgekehrt, wo ich mein Auslandssemester absolviert habe. Als Translationsstudentin wandere ich durch die Welt und fühle mich überall zuhause. Fünf Fremdsprachen fast fließend zu beherrschen sind da natürlich nur eine kleine Hilfe.

Ich gebe es zu. Ich bin nach Wien gezogen, um zu studieren. Aber ich habe mich in Wien verliebt (ja, ich meine es zweideutig). Und nun möchte ich hier nicht mehr weg. Hier habe ich auch meine Blogger- und Freundinnen Alina und Nina kennengelernt.Durch unsere gemeinsamen und breitgefächerten Interessen aber noch auffallenderen Unterschiede entstand „the ladies“. Ein Blog mit vielen Leidenschaften eben.