Die Küche ist bei mir die erste Anlaufstelle nach dem Aufstehen. Egal wie müde, fit, fröhlich oder grantig ich mich aus den Federn rolle, ein Kaffee muss sein. Und da sah ich auch schon das Problem: müssen tu ich gar nichts. Deshalb wagte ich mich an eine Woche Detox.

Bei dem Gedanken auf mein persönliches schwarzes Gold zu verzichten, kamen mir logischerweise Zweifel. Immerhin trank ich bis zu vier Tassen am Tag. Wie es soweit kommen konnte? Kaffee ist nicht nur ein köstlicher Wachmacher, sonder auch ein wundervoller Grund, um sich mit Freunden um einen Tisch zu versammeln oder, ähnlich wie es die Raucher in ihren kleinen Raucherpausen handhaben, um die Augen für kurze Zeit vom Bildschirm zu lösen. Ganz schön super, dieser Kaffee. Aber wie für die meisten Dinge auf der Welt, heißt es auch für dieses Heißgetränk: alles mit Maß und Ziel.

Was ich erreichen wollte, war nicht für ewig vollkommen auf Kaffee zu verzichten, viel eher wollte ich ihn wieder zu schätzen wissen und ihn bewusst zu mir nehmen. Ich würde ja auch nicht einfach so einen Chai in mich hineinschütten, weil er gerade da ist. Den genießt man und das wollte ich auch für meinen dunklen Hin-und-wieder-Lebensretter.

Wie erging es mir?

Mir ging es erstaunlicherweise sehr gut. Ich konnte weder über Kopfweh oder übertriebene Müdigkeit noch über schlechte Laune klagen. Vielleicht bin ich dadurch ein Detox-Einhorn und entspreche nicht der Norm, aber vielleicht lag es auch einfach an ein paar Punkten, die ich befolgt habe.

Hier sind meine kleinen Tipps

Zusammen ist man weniger allein

Ich hatte zur moralischen Unterstützung und als Mitstreiterin eine ganz liebe Kollegin an meiner Seite. Wir beide fanden, dass unser Kaffeekonsum ein wenig eingedämmt werden sollte – ist ja schließlich nicht gesund, sich eine Tasse nach der anderen in den Organismus zu kippen.

Wir hielten uns auf dem Laufenden und waren uns ein gegenseitiger Ansporn. Das vereinfacht das ganze Vorhaben um einiges.

Kaffee? Was ist das?

Gibt man einer Sache viel Raum, ist sie logischerweise auch permanent präsent. Das ist bei anderen Dinge ähnlich: denkt man ständig an etwas, ist es schwieriger, der Versuchung es zu beschaffen, zu entgehen. Versucht also nicht großartig an das Detoxen zu denken, beziehungsweise darüber zu reden.

Du bist toll!

Egal wie lange ihr euren Kaffeedetox durchhalten wollt, seid auch zwischendurch stolz auf das Erreichte. Sich innerlich zu sagen, dass man etwas gut gemacht hat und man auf sich stolz sein kann, hält die Motivation hoch.

Anders ist gut

Dass nicht nur Kaffee wach macht, ist wohl allen bekannt. Das ist auch der Grund, warum wahrscheinlich die meisten beim Detoxen einfach zu Schwarz-, Grün- oder Mate-Tee greifen. Auch ich bin vermehrt auf Matcha ausgewichen, habe dabei jedoch darauf geachtet, dass ich das nicht im gleichen Ausmaß tue. Denn für mich sollte sich nicht nur das übertrieben häufige Trinken von Kaffee der Vergangenheit angehören, sondern eben auch dieses routinierte Zu-Sich-Nehmen. Ich habe einfach immer dann Matcha getrunken, wenn ich richtig müde war.

Was hat sich geändert

Mein Kaffeekonsum hat sich reduziert. Ich trinke ihn jetzt nicht mehr, weil ich es gewöhnt bin, sondern weil ich gerade Lust auf einen Schluck des köstlichen Getränks habe. Zum Wach-Machen greife ich meistens noch zu Matcha oder trinke einfach viel Wasser. Es muss nicht immer Koffein sein, manchmal hilft auch Abwarten und Tee Wasser trinken.

Ich hoffe, dass euch meine kleinen Tipps beim Detoxen helfen und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure verratet. Hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar.