Drei ladies, drei Tage keine feste Nahrung, drei Tage Saftkur – ob das gut gehen kann? Wir haben es gewagt und gemeinsam mit den Urban Monkey Juices, die es bei der Lieferei* gibt, eine Saftkur ausprobiert! Wir ladies sind dem Thema Detox meistens eher kritisch gegenüber gestanden, denn wir ernähren uns ausgewogen und halten unseren allgemeinem Lebenswandel für tendenziell so gesund, dass wir unseren Körper nicht wirklich ‚entgiften‘ müssen. Giftstoffe werden bekanntermaßen vom Körper selbst ganz gut abgebaut, weshalb wir eine Saftkur aus anderen Gründen starten wollten: den lästigen Gewohnheiten wurde somit der Kampf angesagt und der eigene Ehrgeiz ausgepackt!

Mit einer Juice Cleanse lässt sich hervorragend Heißhunger auf Süßes, Salziges oder Ungesundes bekämpfen, da man während, vor und nach der Saft-Phase mehr auf seine Ernährung achtet, als man es für gewöhnlich so tut.

Und über was man nicht kennt, kann man auch nicht urteilen – daher haben wir für euch den Selbstversuch gewagt!

Nina

Die Ehrgeizige

 

Ich habe schon von vielen Diäten gehört und auch die Umsetzung der ein oder anderen durfte ich live miterleben, selbst habe ich jedoch noch keine bestritten. Normalerweise halte ich nichts davon, seine Ernährung umzustellen, obwohl man sich in seinem Körper wohl fühlt und unter keinerlei gesundheitlichen Problemen leidet. Doch bei dem Angebot eine Saftkur zu machen, habe ich die Lauscher gespitzt. Gesunde Zutaten geballt in einer Flasche, das klang schon einmal nicht schlecht. Zudem muss man sich für ein paar Tage nicht um das Zubereiten und Einkaufen der sonstigen Gerichte kümmern. Das fand ich praktisch. Doch am ausschlaggebendsten war für mich der Faktor, mich selbst messen zu können. Ich wollte wissen, ob ich es schaffe, für 3 Tage keine feste Nahrung zu mir zu nehmen.

Mein Fazit ist ernüchternd: ich schaffe es nicht. Die Säfte haben mir zwar hervorragend geschmeckt – ein Lob an Juice Monkey – doch ich habe die Vitaminbomben einfach nicht vertragen. Schon bei Saft #3 musste ich über Kopfweh und Verdauungsstörungen klagen. Nach dem vierten Saft habe ich eine Pause eingelegt und meine flüssige Ernährung erst am Tag danach wieder aufgenommen, um sie dann endgültig abzubrechen. Mir war einfach nur übel, vielleicht ist das ein Zeichen für eine leichte Fruktose-Intoleranz. Bisher hätte ich noch keinen Verdacht geschöpft, trinke ich doch hauptsächlich Wasser. Somit habe auch ich etwas Positives aus meiner verkürzten Saftkur mitgenommen und ich werde mich schon bald testen lassen.

Márcia

Die Vorsichtige

Schon lange wollte ich mal eine Saftkur testen, wieso ich es bisher nie getan hatte, lag bei mir klar auf der Hand. Alles, was sich um Essen bzw. Nichtessen dreht, löst in mir eine gewisse Panik aus. Vielleicht erinnern sich viele von euch noch an meinen Blogpost, als ich euch über meinen jahrelangen Kampf gegen Anorexie erzählt habe. Mir geht es momentan wirklich gut und ich habe mich auch sehr unter Kontrolle, doch die Vorstellung drei Tage nichts zu essen, also nicht kauen, sondern nur trinken, ließ mich bisher immer erschaudern. Ich hatte Angst, wieder in mein damaliges Muster zurückzufallen und nicht mehr herauszukommen. Sowas kann schnell passieren und ehe man sich versieht, hat man einige Kilos abgenommen, im Tausch gegen die eigene Gesundheit.

Ich will damit nicht sagen, dass eine Saftkur zum abnehmen da ist oder eine Essstörung hervorrufen kann. Wer allerdings, wie ich, kein gutes Verhältnis zu Essen hat, sollte sich wirklich zweimal überlegen, ob er diesen Schritt – drei Tage lang nichts essen – gehen möchte.

Als dann aber die Mail von der Lieferei in meinem Postfach war: habe ich erstmal die Mädels gefragt und wir haben beschlossen es gemeinsam durchzuziehen. So hat man wenigstens Leidgenossinnen, die auf einen aufpassen.

Mein Fazit ist (ebenfalls) ernüchternd: Ich habe die Kur leider nach 1,5 Tagen abbrechen müssen. Bereits am ersten Tag, nach Saft drei habe ich gemerkt, dass es mir nicht besonders gut ging. Ich war sehr müde und ausgelaugt. In der Beschreibung stand, dass Kopfschmerzen und Müdigkeit, normal seien. Also entschied ich mich einfach zu schlafen. Nach einem kurzen Nickerchen fühlte ich mich aber nicht sonderlich besser und Saft Nummer 4 habe ich gar nicht erst ausgetrunken, weil ich starke Magenkrämpfe, Bauchschmerzen und Übelkeit bekommen hatte. Abends habe ich dann – wie in der Beschreibung stand – zusätzlich eine klare Gemüsesuppe gegessen, damit mein Magen etwas Warmes bekommt und sich so vielleicht beruhigt. Das hat ganz gut geholfen und ich konnte dann auch gleich schlafen gehen. Saft Nummer fünf habe ich aber komplett ausgelassen.

Am nächsten Morgen startete ich noch einen Versuch und trank den ersten Saft des zweiten Tages zum Frühstück – ich habe ihn jedoch nicht runterbekommen, bin auch gleich auf Toilette gerannt und habe den ganzen restlichen Tag mit Magenkrämpfen und Übelkeit zu kämpfen gehabt. Abends aß ich wieder eine Suppe und dazu noch Toastbrot, und beschloss daraufhin, die Kur komplett abzubrechen.

Ich glaube bei mir war das Hauptproblem, dass ich stressbedingt Gastritis habe. Nicht nur hatte ich zu der Zeit sehr viel Stress, sondern habe mir durch die Kur und meine vergangenen Umstände auch noch mehr Stress, als unbedingt notwendig, gemacht. Die Säfte beinhalten alle sehr viele Zitrusfrüchte. Getränke mit einem hohen Säureanteil – wie diese Säfte – vertrage ich persönlich mit einer Gastritis nicht so gut. Das erklärt definitiv meine Magenkrämpfe und die Übelkeit. Gastritis gepaart mit psychischen Problemen von damals ist bestimmt keine gute Kombination für eine dreitätige Saftkur. Ich würde aber sehr gerne irgendwann wieder eine testen, dieses Mal aber vielleicht mit mehr Gemüse statt Obst.

Alina

Die Verträumte

Die Saftkur hatte ich bis einen Tag vor dem gemeinsamen Losstarten gar nicht wirklich am Radar. Márcia hatte uns Bescheid gegeben, ich habe zugestimmt, es einmal auszuprobieren aber als es dann soweit war, hatte ich es schon wieder fast vergessen. Also habe ich mich ohne viel Gedanken-Wirr-Warr und Vorbereitung einfach Kopfüber ins Abenteuer geschmissen und muss sagen, dass mir das richtig gut getan hat, mir mal keine Gedanken übers Essen zu machen. Einfach alle zwei Stunden einen Saft und der Tag war gegessen (see what I did there? :P). Ich stand – und stehe – dem ‚Detox‘-Hype immer noch kritisch gegenüber und finde auch, dass Menschen, die – wie Márcia – eine Vorgeschichte mit Essstörungen der dergleichen, haben, diesen Dingen vorsichtig gegenübertreten sollten. Und auch generell allen ladies da draußen: drei Tage zu detoxen, um gesellschaftlich akzeptiert nichts zu essen – das sollet ihr euch genau überlegen!

Wieso ich es dann gemacht habe? Die Challenge, der Kick etwas Neues auszuprobieren und auch die Möglichkeit mit eigenen (schlechten) Essensgewohnheiten zu brechen – und all diese Dinge habe ich an meiner Saftkur-Erfahrung richtig gut gefunden.

Mein Fazit: Ich finde es toll, dass es diese Möglichkeit gibt und finde es praktisch, einfach drei Tage alle Gedanken, die man sich sonst so rund um das Thema ‚Essen‘ macht, vergessen zu können. Die Säfte waren lecker und – für mich – ausreichend! Außerdem ist es eine super Möglichkeit, sich selbst herauszufordern und Angewohnheiten zu bekämpfen. Am vierten Tag habe ich mich aber schon wieder sehr auf das Kauen von Dingen gefreut. 😉

Habt ihr bereits eine Saftkur gemacht? Wie ist es euch gegangen? Wir freuen uns über eure Geschichten und Gedanken zum Thema!

Wenn ihr eure eigenen Erfahrungen mit den Wunder-Säften machen wollt, könnt ihr euch diese über die Lieferei ruck-zuck bestellen. Versucht vielleicht zuerst die 1-Tages-Kur und gebt eurem Körper Zeit, auf diese Umstellung einzugehen.

Mit dem Code ‚theladies10‘ bekommt ihr 10,- EUR Rabatt beim Check-Out bei eurer nächsten Lieferei Bestellung. Lasst uns unbedingt wissen, wie eure Erfahrungen damit sind!

*In freundlicher Zusammenarbeit mit der Lieferei