Endlich ist er da! Der heiß ersehnte Beitrag zu meinem großen Abenteuer, dem ich seit 2017 mit großer Freude nachgehe: dem Koreanisch-Lernen.

Alles begann mit einem Video, das ich auf YouTube gesehen habe. Ein Klick hier, ein Klick da und schon war ich verschwunden in einer Welt der oppas, hyungs und noonas – das KPOP-Universum hatte mich verschluckt und – spoiler alert – bis heute nicht wieder ausgespuckt. Es ist kein Geheimnis, dass ich schon immer fasziniert vom asiatischen Kulturkreis war und es mich sogar schon bis nach Tokio verschlagen hat. Aber nachdem ich mir Japanisch aus dem Kopf geschlagen hatte, war der Übergang zum Lernen von Koreanisch eigentlich ein fließender. Vom ersten Gedanken im Sommer, dauerte es nicht lange zu dem „Tu es doch einfach!“ im Herbst.

Neue Sprachen lernen auf der Volkshochschule

Ich bin eigentlich autodidaktisch veranlagt und nehme neue Interessen gerne selbst in die Hand. Doch nachdem ich bereits zwei Jahre – erfolglos – versucht hatte, mich mit diversen Apps für das Lernen von Polnisch zu motivieren, wusste ich, dass ich es dieses Mal anders versuchen musste, um wirklich Ergebnisse zu erzielen. Und diese Möglichkeit fand ich in einem ‚Koreanisch A1‘ Kurs auf der Volkshochschule in Wien. Ein Semester habe ich nun hinter mir und ich habe mich in Sachen Sprachen vom Einzelkämpfer zum Team-Player entwickelt. Natürlich gibt es auch hier Vor- und Nachteile und wenn ihr überlegt einen Kurs für ein neues Projekt (sei es Sport, Sprache oder Wissen anderer Art) zu besuchen, lohnt es sich, über die eigene Lernart zu reflektieren.

Die Vorteile
  • Fixe Zeiten

Als großer Vorteil der Volkshochschule haben sich für mich die fixen Kurszeiten herausgestellt. Ich lerne einfach besser mit Deadlines und einem fixen Plan für ein Semester.

  • Preisgünstig

Ein Kurs auf der Volkshochschule ist im Vergleich zu privaten Institutionen kostengünstig.

  • Hintergrundinformation

Zusätzlich zum Grundwissen wurde mir im Kurs viel Hintergrundwissen zur koreanischen Kultur vermittelt. Nur die Sprache eines Landes zu sprechen reicht leider nicht aus, um sich vor Ort auch wirklich zurechtzufinden.

  • Immer ein offenes Ohr

Beim autodidaktischen Lernen bleibt man mit Fragen oft alleine – in meinem Kurs kann ich jederzeit Fragen stellen und werde auf Aussprache und Besonderheiten hingewiesen.

  • Gemeinsam lernen

Alleine zu lernen ist gut, da man alles in seinem eigenen Tempo wiederholen kann, doch nichts schlägt die Dynamik einer Klasse. Kameraden, die mehr Vokabeln können als ich oder Dinge schneller aufnehmen, motivieren mich, immer mein bestes zu geben.

 

Die Nachteile
  • Kosten

Heutzutage lässt sich mit dem Internet eine Sprache leicht auch ohne Kosten erlernen und diverse Apps bieten um 30-40 Euro im Jahr fixe Kurse an. Hierbei muss man natürlich abwiegen, was einem der Kurs wert ist.

  • Fixe Zeiten

Nicht jeder Kurs passt perfekt zum eignen Zeitplan, weshalb das Studieren des Semesterplans auch frustrieren kann. Ebenso sind die Zeiten verbindlich und finden auch dann statt, wenn man vielleicht spontan einen Urlaub gebucht hat.

  • Flexibilität

Bei einem wöchentlichen Kurs ist man nicht nur zeit- sondern auch ortstechnisch gebunden und hat (je nach VHS) auch mit einer Anfahrtszeit zu rechnen.

  • Teamplayer?

Natürlich lernt jeder anders und manch einem von euch liegt das schulische Lernen in Klassenräumen mit Kollegen vielleicht einfach nicht.

Mein Fazit

Ich habe meinen Semester-Kurs wirklich sehr genossen und freue mich, dass ich endlich wieder etwas Neues kennenlernen darf. Lernen ist für mich zu etwas absolut Positivem geworden, da ich hierbei einfach voll und ganz in einer Aufgabe aufgehen kann. Leider vergessen wir neben dem Studium, der Schule oder dem Job oft, dass Bildung ein Privileg ist und dass Gelerntes fürs Leben bleibt.  Ich werde auch weiterhin an meinen Koreanisch-Skills feilen und diese vielleicht sogar irgendwann in Korea anwenden dürfen. Bis dahin geht es vom Level A1 mal zu Level A1 + auf der VHS.

* In freundlicher Zusammenarbeit mit der Volkshochschule