Die Pille – 24 Monate später
Unsere Erfahrungen

Die Pille – 24 Monate später
Unsere Erfahrungen

Wir haben Schluss gemacht. Schluss mit der Pille, Schluss mit hormoneller Verhütung. Wie es uns jetzt – 24 Monate danach – geht, was wir stattdessen verwenden und die Antworten auf eure Fragen, gibt es heute.

Die Pille – ein Thema so aktuell wie nie. Wir haben uns selbst bereits lange und intensiv mit dem Thema in unserem Umfeld beschäftigt und unsere persönlichen Erfahrungen ein halbes Jahr nach dem Absetzen dieser auch mit euch geteilt. Doch seitdem hat sich viel verändert und wir haben neue, alte Probleme, die mit den Nachwirkungen direkt in Zusammenhang stehen.

Heute möchten wir klar und ehrlich über ein Thema sprechen, dass oft kontrovers diskutiert wird und glücklicherweise in den 1 1/2 Jahren, als wir zum ersten Mal darüber geschrieben haben, immer breiter und offener besprochener wird. Lasst und das Tabu brechen, das Stigma zertrümmern und einfach offen reden. Über Spiralen, Bälle, Perioden und Verhütung – wir erzählen euch unsere Erfahrungen und beantworten im Anschluss eure wichtigsten Fragen.

24 Monate später

ALINA

Momentane Verhütung: Kupferspirale

Periode: Kurz, leicht und – relativ – schmerzfrei

Ich habe 5 Jahre lang die Pille genommen, bis ich mit 21 beschlossen habe, das es an der Zeit ist getrennte Wege zu gehen. Wie es mir im ersten halben Jahr ergangen ist und was sich verändert hat, könnt ihr hier nachlesen. Seit diesem Beitrag, den ich nach dem nahtlosen Absetzen der Pille und dem Einsetzen der Kupferspirale geschrieben habe, hat sich weiterhin einiges verändert. Heute, 2 Jahre nach dieser großen Veränderung, kann ich die vielen Loopings der Achterbahn ‘Die Pille’ aus der Ferne betrachten und sehe meine ganze Reise ein wenig klarer. Mein Körper hat sich nach fast einem 3/4 Jahr Verzögerung im Winter 2016 von heute auf morgen verändert. Ich habe 4 Kilogramm abgenommen und habe fast meine ‘alte’ Figur, die ich vor der Pille hatte, wieder. Im letzten Winter habe ich es selbst nicht fassen können und wusste auch nicht, was ich tun sollte, da ich so rasant abnahm – aber irgendwie fühlt sich jetzt – rein körperlich betrachtet – alles wieder richtig an.

Großer Minus-Punkt nach dem Absetzen der Pille ist für mich das Auf-und-Ab, das ich immer noch mit meiner Haut mitmache. Sie hat die Memo wohl noch nicht erhalten, dass wir keine Teenager mehr sind 😉 Ob das nur mit der Pille zusammenhängt, oder ob ich diese Probleme auch ohne sie gehabt hätte (in welcher Form auch immer) lässt sich aber nicht sagen. Ich werde mich mit diesem Thema nun in medizinische Hände begeben, damit ich hiermit auch einmal Frieden finde.

Ich bereue meine Entscheidung die Pille abzusetzen kein bisschen und wünsche jedem den Mut und die Kraft, den ersten Schritt in ein hormonfreies Leben zu wagen,

NINA

Momentane Verhütung: Kupferball

Periode: Ungefähr eine Woche, stark und meistens schmerzfrei

Ich habe ungefähr 3 Jahre lang die Pille zu Verhütungszwecken zu mir genommen. Da ich nie unter schlechter Haut leiden musste und auch sonst keine Auffälligkeiten aufwies, konnte ich mich für die günstigste Pille (ca. 4€ im Monat) entscheiden. In dieser Zeit ging es mir wirklich gut, ich hatte nichts zu beklagen. Abgesetzt habe ich sie deshalb auch nur aufgrund privater Veränderungen. Ohne Beziehung wollte ich mich nicht jeden Monat aufs Neue mit Hormonen vollpumpen. Und welche Auswirkungen diese Hormone haben können, merkte ich erst nach dem Absetzen. Ein Jahr lang kam die Periode sehr unregelmäßig – mal hatte ich sie einen Monat durchgehend, dann wieder drei gar nicht. Mein Körper schien wirklich verwirrt. Wie gesagt, mir ging es nie schlecht, doch die Erkenntnis, dass diese kleinen Tabletten meinen natürlichen Organismus so auf den Kopf stellen konnten, erschütterte mich.

Deshalb hieß es für mich: neuer Freund, neue Verhütungsmethode. Ich entschied mich vor gut 2 Jahren für den Kupferball und bin bis heute sehr zufrieden. Die Regel kommt, wie es sein sollte, regelmäßig und ich muss mich nicht mehr täglich mit meiner Verhütung auseinandersetzen – das ist für mich wahrscheinlich sogar der größte Pluspunkt.

 

MÁRCIA

Momentane Verhütung: nur Kondom (auf eigene Gefahr)

Periode: unregelmäßig, meistens 1-2 Tage und sehr schwach, sehr schmerzhaft

Ich weiß gar nicht, wie ich diesen Beitrag beginnen, geschweige denn, alles in einen Absatz packen soll. Ich werde es aber versuchen.

Ich habe mit 20 angefangen die Pille zu nehmen aus dem simplen Grund, dass ich verhüten wollte. Hautprobleme hatte ich keine und sonst auch nichts Gravierendes. Bis auf eine Sache: Ich hatte bis dato keine Regel. Ich nahm an, dass es an meiner Essstörung lag, dass sich meine Hormone noch nicht eingependelt hatten und meine Frauenärztin sah nichts Außergewöhnliches darin, dass eine 20-jährige Frau keine Periode hatte, also verschrieb sie mir die Pille – denn die würde das alles schon irgendwie regeln. So wirklich bewusst, was ich da zu mir nahm, war es mir nicht. Hauptsache nicht Schwanger werden, war damals mein Motto. Dass ich vielleicht gar nicht schwanger werden kann oder vielleicht auch andere Probleme habe, derer ich mir nicht bewusst bin, ist mir niemals durch den Kopf gegangen.

Während ich die Pille nahm ging es mir auch gut. Natürlich hatte ich während der Regel auch Schmerzen, aber alles noch aushaltbar. Ich war nur froh, dass ich sie bekam, auch wenn es nur Abbruchblutungen sind und keine echte Menstruation.

Nach vier Jahren setzte ich die Pille ab aus dem einfachen Grund, dass ich keinen Bedarf mehr darin sah, täglich Hormone zu mir zu nehmen, wenn ich keinen festen Partner mehr hatte. Genau dann setzten bei mir auch die Nachwirkungen ein. Ich bekam ein Jahr lang nicht die Regel, bekam schlechte Haut und hatte des Öfteren Magen-Darm-Probleme. Als die Regel dann endlich kam, war sie so schmerzhaft, dass ich dachte ich muss sterben. Einmal hatte ich so schlimme, stechende Schmerzen, dass meine Freunde meinten, ich hätte eine Blinddarmentzündung und ich solle sofort ins Krankenhaus. Es stellte sich dann heraus, ich hatte Regelschmerzen!

Da meine Periode sehr unregelmäßig ist, habe ich die Verbindung zwischen all meinen Beschwerden und der Periode nie hergestellt und dachte einfach ich sei ein armes kränkliches Ding. Seit Kurzem weiß ich aber endlich, was mir fehlt und warum es mir so schlecht geht. Ich habe Endometriose und PCO-Syndrom – die beiden häufigsten Erkrankungen bei Frauen im gebärfähigen Alter und meistens weiß keiner, was das ist! Bei Endometriose wandert Gebärmutterschleimhaut in andere Organe, nistet sich dort ein und bildet Zysten und Verklebungen, was zu starken Schmerzen beim Eisprung, vor und nach der Periode führen kann. PCO-Syndrom ist eine hormonelle Erkrankung, wo es seltener zum Eisprung kommt, weil der Körper viele männliche Hormone produziert. Aus dem Grund habe ich selten und schwach die Regel, wenn sie dann kommt, dann sterbe ich aufgrund der Endometriose.

Was das alles aber genau ist, wie es sich auf mich auswirkt und was ich dagegen tue, erkläre ich euch ganz bald in einem eigenen Beitrag, denn ich empfinde es als sehr wichtig, dass jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben die Wörter Endometriose und PCO-Syndrom gehört haben soll!

Ich will damit nicht sagen, dass die Pille all das mit mir angestellt hat. Vielmehr hatte ich das vielleicht in irgendeiner Form schon und beim Absetzen der Pille und dem damit einhergehenden Hormonchaos, hat sich meine Situation verschlimmert. Herausgefunden habe ich es eben erst jetzt.

Zu meiner Verhütung: Ich verhüte derzeit nur mit Kondom. Kupfer kann die Blutung verstärken und auch mehr Schmerzen verursachen. Das möchte ich mir zusätzlich zu meiner Last nicht antun. Endometriose wird in der Schulmedizin mit Operationen und der Pille im Langzeitzyklus (ohne Pausen) behandelt, ebenso wird PCOS mit der Pille therapiert.  Ob ich jetzt wieder die Pille auf Ewig nehmen will, weiß ich auch nicht. Das sind momentan alles Fragen, mit denen ich mich noch konkreter auseinandersetzen muss….

Eure Fragen – Unsere Antworten

Kupferball / Kupferspirale

Q: Wieso hast du die Kupferspirale gewählt?

A: Ich habe mich für die Kupferspirale entschieden, da im Vergleich zum Kupferball das Risiko einer Abstoßung geringer ist und mir die Haftung vom Kettchen (wird am Dach der Gebärmutter eingehängt, wie ein Piercing) nicht gefallen hat. Ein Risiko (Abstoßung, Verrutschen etc.) gibt es leider bei allen Methoden und man sollte vom regelmäßigen Besuch beim Frauenarzt nicht absehen.

Q: Mit welchen Nebenwirkungen kann ich mit der Spirale rechnen?

Nach dem – schmerzhaften – Einsetzen hatte ich einen Tag lang Krämpfe und bin zu Hause geblieben. Es gibt hierbei natürlich unterschiedliche Erfahrungen vom Schmerz- und Krampflevel her, ich denke, dass meine Erfahrung hierbei irgendwo im Mittelfeld liegt. Danach hat sich alles schnell wieder beruhigt und da ich nahtlos die Pille abgesetzt und auf die Spirale umgestiegen bin, war meine Erfahrung hierbei vielleicht durch diesen Faktor beeinflusst. Von den bekannten Nachteilen (es kann die Regelblutung verstärken, die Spirale kann ausgestoßen werden) hatte ich keine Effekte zu spüren. Da ich jedoch sehr empfindlich bin, kommt es bei mir häufiger zu Pilz- und bakteriellen Entzündungen, die auch durch die Spirale bedingt sein können.

Q: Wie funktioniert das mit dem Kupferball? Seit wann gibt es den und ist er sicher?

Nina: Der Kupferball ist eine hormonfreie Methode zur Schwangerschaftsverhütung und für 5 Jahre wirksam. Er verhütet dort, wo er soll – in der Gebärmutter. Der Ball an sich besteht wiederum aus vielen kleinen Kupferkugeln, die Kupferionen and die Gebärmutter und in den Einleiter abgeben, wodurch der Befruchtungsvorgang gestört wird. Außerdem wird die Beweglichkeit der Spermien eingeschränkt und so eben auch die Befruchtung der Eizelle verhindert.
Ich habe den Ball, wie gesagt, vor ungefähr 2 Jahren einsetzen lassen – damals war er relativ neu auf dem Markt. Langzeitstudien wird es deswegen noch nicht wirklich geben. Obwohl ich gehört habe, dass der Ball hin und wieder verloren wurde oder verrutscht ist (das kann auch mit dem Kupferkettchen und der Spirale passieren), gab es bei mir nie Probleme. Wichtig ist auf alle Fälle, dass der Frauenarzt die richtige Ballgröße verwendet (dafür wird im Vorhinein die Gebärmutter vermessen) und regelmäßige Kontrollen wahrgenommen werden.

Q: Wieso hast du den Kupferball gewählt?

Nina: Meine Entscheidung basierte auf mehreren Etappen: ich wollte etwas Langfristiges, Hormonfreies und im Endeffekt auch etwas Minimalinvasives. Und so gelangte ich an den Kupferball. Er ist durch seine Wirkungszeit von 5 Jahren eine langfristige Verhütungsmethode, durch das Abgeben von Kupferionen hormonfrei und durch das Schweben in der Gebärmutter auch, im Vergleich zum Kupferkettchen, das ja an der Gebärmutterwand befestigt wird, minimalinvasiv. Der letzte Punkt bedeutet eben, dass die Gebärmutter kaum irritiert wird – der Ball schwebt wirklich in ihr, keine spitzen Ecken oder scharfen Kanten können sie berühren.

Q: Wie ist deine Periode jetzt, da du den Kupferball hast?

Nina: Viele Ärzte warnen bei einer Verhütungsmethode mit Kupfer vor einer verstärkten Periode. Meine Regelblutung war immer schon recht stark, ich kann hier eigentlich keine Unterschiede festmachen. Doch wer wirklich unter starken Schmerzen und ungewöhnlich starker Blutung leidet, sollte sich vielleicht auch über andere Verhütungsmethoden Gedanken machen. Das wichtigste ist jedoch ein Gespräch mit dem Arzt – egal wofür ihr euch entscheidet.

Q: Könnt ihr euch vorstellen die Spirale/den Ball in 4-5 Jahren wieder einsetzen zu lassen?

Alina: Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meine Kupferspirale und könnte es mir hormonell auf keinen Fall wieder vorstellen. Jedoch lässt mich ein erneutes Einsetzen schon jetzt ein wenig schwitzen, da das wirklich eine sehr unangenehme Erfahrung ist. Ich würde es jedoch – hinsichtlich aller positiven Punkte – wieder machen.

Nina: Auf jeden Fall. Ich finde es großartig, nicht mehr jeden Tag aktiv an meine Verhütung denken zu müssen. Und da ich keine Nebenwirkungen zu beklagen habe, spricht nichts dagegen :).

Q: Wie war das Einsetzen der Kupferspirale/des Kupferballs?

Nina: Das Einsetzen war meine einzig schlechte Erfahrung mit dem Kupferball. Normalerweise muss man vor der Prozedur zwei Tabletten schlucken. Eine dient zur Weitung des Muttermundes, die andere zur Schmerzmilderung. Ich bin natürlich spontan zum Frauenarzt gegangen und wollte das Ganze schnell hinter mich bringen: ‘weit’ war ich bereits aufgrund meiner Periode, Schmerzen meinte ich nicht zu kennen (bin ja schließlich ein Indianer), also nichts wie los. Das Einsetzen ist aber kein Honiglecken. Bei mir gab es zusätzlich Komplikationen und das Ganze musste dreimal hintereinander gemacht werden. Danach bin ich eine Stunde halbnackt auf einer Barre gelegen und habe gekotzt. Also was merke ich mir: TABLETTEN sind meine Freunde. Bitte verzichtet nicht auf sie und wenn ihr sehr sensibel seid, lasst euch über lokale Betäubungen beraten.

Alina: Für mich war das Einsetzen nicht ganz so eine Horror-Geschichte wie Ninas, jedoch war es natürlich schmerzhaft und unangenehm. Ich bin leider schmerzempfindlich (kein Indianer :P) und es ist wirklich eine Erfahrung, die ich nicht gerne gemacht habe, aber durch die man einfach durch muss. Gott Sei Dank ist der schmerzhafte Teil in 5-10 Minuten erledigt – auch wenn es sich länger anfühlt.

An dieser Stelle ein großes DANKE an alle, die diesen Beitrag möglich gemacht haben mit ihren Fragen und ihrem Interesse – ein Danke an euch, unsere LeserInnen. Dafür, dass ihr so ehrlich, aufgeschlossen und einfach nur cool seid. Musste auch einmal gesagt werden <3

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7 Comments

  • 8 Monaten ago

    Wichtiges Thema! Danke Mädels, dass ihr darüber gesprochen habt. Wie Márcia habe ich auch PCOS, seit ich 14 Jahre alt war. Es wurde schon kontrolliert und die Zysten sind schon verschwunden. Aber dafür nehme ich immer noch Pillen. Ich finde es echt schade. Ich kenne das Leben ohne Pillen einfach nicht. 🤷🏻‍♀️ Wenn ich mit den Pillen aufhören will, sagen die Ärzte, dass die Zysten wieder kommen können. Ich habe schon über Alternativen gelesen, zB Low Carb Ernährung. Aber die Ärzte glauben das nicht und deshalb verzweifle ich immer, welcher Weg am besten wäre. 😕

  • 8 Monaten ago

    Wichtiges Thema! Danke Mädels, dass ihr darüber gesprochen habt. Wie Márcia habe ich auch PCOS, seit ich 14 Jahre alt war. Es wurde schon kontrolliert und die Zysten sind schon verschwunden. Aber dafür nehme ich immer noch Pillen. Ich finde es echt schade. Ich kenne das Leben ohne Pillen einfach nicht. Wenn ich mit den Pillen aufhören will, sagen die Ärzte, dass die Zysten wieder kommen können. Ich habe schon über Alternativen gelesen, zB Low Carb Ernährung. Aber die Ärzte glauben das nicht und deshalb verzweifle ich immer, welcher Weg am besten wäre.

  • 8 Monaten ago

    Ein, wie ich finde, super wichtiges Thema und ein toller Beitrag. Ich habe sie 8 Jahre genommen, weil ich immer starke Schmerzen hatte und Akne. Während ich sie nahm, dachte ich es ginge mir gut. Als ich mich entschied sie abzusetzen, habe ich gemerkt in welch einem emotionalen Zustand der Gleichgültigkeit ich mich jahrelang befunden habe. Für mich sind Hormone nichts. Die Schmerzen kann ich ertragen und die Akne wird bei mir durch Kuhmilch ausgelöst. Ich kann jedem nur raten, wenn Verhütung, dann hormonfrei.

    xo Rebecca
    https://pineapplesandpumps.com/

  • 8 Monaten ago

    Ein wirklich toller und informativer Beitrag, ihr Lieben! 🙂
    Ich bin auch schon länger am Überlegen, ob ich die Pille absetzen soll.
    Mein Gedanke ist derselbe wie Nina in vorher hat: Kein Freund, wozu hormonell verhüten. 🙂

    Also Danke für den tollen Anstoß. Ich werde mich dann einfach mit meinem Frauenarzt besprechen.
    Wishes,
    Kat

    • Alina
      8 Monaten ago

      Liebe Kat,

      danke dir für das liebe Feedback! Genau, das ist bei uns immer wichtig gewesen, weil es durch die Pille einfach große Veränderungen (Körperlich, Seelisch) gab, die einfach nicht notwendig waren.

      Ob mit oder ohne Freund: deine Gesundheit steht immer an oberster Stelle 🙂 Freue mich, wenn wir dir helfen konnten <3

      xxx

  • Lisl
    8 Monaten ago

    Liebe Marcia,
    es stimmt nicht, dass die einzige Behandlung des PCO Syndroms die Pille ist! Ich habe die Diagnose selber vor einem halben Jahr bekommen und mich inzwischen intensiv damit beschäftigt. Es gibt mehrere pflanzliche Mittel (z.B. Mönchspfeffer oder Inositol) und der, meiner Meinung nach, wichtigste Punkt ist tatsächlich die Ernährung, da das PCO Syndrom direkt mit dem Zuckerstoffwechsel in Verbindung steht. Auch wenn man schlank ist (bin ich auch) kann man mit der Ernährung und einem gesunden Lebensstil sehr viel bewirken. Wenn ich dir einen Rat geben darf: wenn dein Arzt dir die Pille als Therapie für das PCO Syndrom empfiehlt, dann such dir einen anderen Arzt, der das ernst nimmt, sich auskennt und nicht nur die Auswirkungen mit der Pille bekämpfen will, sondern das Problem beim Schopf packen will und eine langfristige Lösung sucht 🙂 nicht den Mut verlieren! Es ist nicht einfach, aber wenn man sich damit beschäftigt und offen für verschiedenste Ansätze ist, bin ich überzeugt, dass jede ihren Weg finden wird! Liebe Grüße und alles Gute!

    • the ladies.
      8 Monaten ago

      Liebe Lisl, danke dir für deine Hilfe! <3
      ich habe ja nicht gesagt, dass mein Arzt es mir empfohlen hat, sondern dass es die Schulmedizin empfiehlt. Mein Arzt ist Experte für PCO und Endometriose und er respektiert meine Entscheidung nicht die Pille nehmen zu wollen. Bisher habe ich noch keine Therapie begonnen (bis auf Ernährungsumstellung), weil ich noch operiert werde, wegen der Endometriose. Da ich wirklich sehr unter Endo leide (mehr noch als unter PCO), bin ich eben kurz davor die Pille dafür zu nehmen. ich weiß auch, dass die Pille keine Heilung für Endo ist, denn Endo hat keine Heilung, allerdings bin ich gerade an einem Punkt, wo ich keine Lust habe mich jahrelang durch Akupunktur, Massage, Kräuter, Ostheopathen und sonst was zu kämpfen - was ich ja natürlich auch noch schön selbst bezahlen kann, weil die Krankenkasse und die Forschung Frauenkrankheiten als nicht wichtig genug einstuft - und genau aus diesem Grund bin ich am überlegen wieder die Pille zu nehmen. Die unterdrückt meine Regel und somit habe ich keine Herde, Zysten, OPs und die Schmerzen des Todes. Das begünstigt natürlich PCO eben auch.
      Ich habe mich schon viiiiiiel darüber informiert und habe nicht alles in diesen Blogpost reingenommen, weil das alles zu lang wäre und das nicht der Sinn des Blogposts wäre. Habe ja gesagt, dass ich diesbezüglich einen neuen machen werde 🙂