Seit ich aus den USA heim gekehrt bin, vermisse ich die wunderbar knusprig-flauschigen Bagels, die es dort überall gibt. Mein Rezept für New York Style ‚einmal-alles-bitte‘ – ‚Everything‘ Bagels wird euch geschmacklich direkt nach Manhattan katapultieren.

Etwas selbst zu Erschaffen und zu Kochen ist eine unglaublich beruhigende und befriedigende Aufgabe und es schmeckt einfach immer 1000 mal besser, als herkömmlich erworbene Produkte, wenn man weiß, wie viel Arbeit in diesem steckt. So auch mit hausgemachten Bagels!

Letztes Jahr hat euch Nina bereits eine süße Bagel-Variante mit Zimt und Rosinen gezeigt, doch heute gibt es meinen liebsten Klassiker unter den runden Gebäckstücken: den ‚Everything‘ Bagel! Er schmeckt einfach unglaublich lecker und passt perfekt zu jedem Brunch und ist für alle Geschmäcker anpassbar.

Gleich vorweg gibt es jedoch einen Disclaimer von mir: Bagels selbst zu machen ist in keinem Fall so einfach, wie es einem im Frühstücks-Laden um die Ecke erscheint. Es dauert 24-Stunden, bis alles fertig ist und es gibt viele kleine Schritte, die es zu beachten gibt. Nichts desto trotz ist es eine sehr spannende Erfahrung und es macht einfach Spaß, sich selbst ein Stück New York nach Hause zu holen und dann gemütlich sein Werk zu vernaschen.

Zutaten
  • 350 ml Wasser
  • 650 g Mehl
  • 25 g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 TL (Trocken-) Hefe
  • Jeweils 1 TL von:  Backpulver, Schwarzen Sesam, Röstzwiebeln, Salz, Mohn, Sesam, Koblauchflocken
So wird’s gemacht

1. Let’s get started! Die Basis

  • 350 ml Wasser
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Hefe

Zuerst erstellt man die Basis aus dem Mehl, der Hefe und dem Wasser (dieses sollte Zimmertemperatur haben). Daraus entsteht ein schwamm-artiger Teig, der nun erst mal mit einem Küchentuch zugedeckt ruhen muss (ungefähr 2-3 Stunden). Achtung: dabei geht er fast um das Doppelte auf!

2. Trockene Zutaten beimengen

  • 25 g Zucker
  • 1 EL Salz
  • 400 g Mehl

Nun werden alle trockenen Zutaten vermeng und langsam in den ‚Schwamm‘ nach und nach eingearbeitet – dieser Prozess dauert so ungefähr 15-20 Minuten, bis der Teig nicht mehr an den Fingern kleben bleibt. Wenn er noch zu klebrig ist, könnt ihr ruhig noch mehr Mehl beimengen. Die ganze Masse wandert dann für 20 Minuten in den Kühlschrank.

3. Portionieren

Aus dem Teig werden nun Portionen à la 90 g gerissen/geschnitten und dann in kleine Bälle gerollt. Macht in jeden Teigball ein Loch und formt/rollt mit beiden Zeigefingern dann das typische Bagel-Loch in der Mitte.

4. Gute Nacht!

Auch Bagels müssen vor ihrer Vollendung schlafen! Über Nacht bleiben die kleinen rohen Schätze im Kühlschrank – bedeckt das Aufbewahrungsgefäß am besten mit Frischhaltefolie, um sie schön feucht zu halten.

5. Das perfekte Topping

In Amerika habe ich meine Bagels entweder ‚Plain‘ (also ohne Topping) oder mit ‚Everything‘ also allem auf einmal gegessen. Heute zeige ich euch die perfekte Mischung für die klassischen ‚einmal-alles-bitte‘ Bagels! Einfach alle Zutaten vermengen und so für später vorbereiten.

  • Jeweils 1 TL von: Schwarzen Sesam, Röstzwiebeln, Salz, Mohn, Sesam, Koblauchflocken

6. Some like it hot

Den Ofen auf 220 Grad Celsisus vorheizen und einen großen Topf mit heißem Wasser vorbereiten (in dieses 1 TL Backpulver beimengen). Die ‚ausgeruhten‘ Bagels werden nun zuerst im kochenden Wasser für eine Minute auf jeder Seite gekocht, dann mit den Toppings dekoriert und darauf hin in den Ofen geschoben. Gebacken werden diese nun 15-20 Minuten und dann sind sie endlich fertig – eure Meisterwerke!

Auch wenn es ein wenig anstrengend ist, Bagels zu machen, zahlt es sich schlussendlich einfach aus, wenn die eigenen kleinen Kunstwerke fertig sind. Ich habe zwei Varianten davon am liebsten, einmal für die Naschkatzen mit veganem Cream Cheese und Marmelade (eine Kombination, die ich in den USA kennen und lieben gelernt habe) und in der Veggie-Version mit viel Gemüse und Tomaten-Aufstrich.

Ich wünsche euch frohes Kochen und gutes Gelingen mit euren Bagels 🙂