Ich bin gestern 25 Jahre jung geworden. Es kommt mir vor als hätte ich auch erst gestern meiner älteren Schwester Faltencreme zu ihrem 25. geschenkt. Ich bin so fies. Hätte das jemand bei mir gemacht, hätte ich wahrscheinlich geweint. 😅

Doch nach einer entspannten, erholsamen Geburtstagsnacht ist mir klar geworden, dass 25 sein gar nicht so schlimm ist. Ja, die Zahl ist beeindruckend und macht jedem Angst – wenn 18-jährige dich dann auch noch siezen macht es die Situation nicht wirklich besser. Ich bin aber froh, es soweit geschafft zu haben. Ich würde nicht gerne wieder jünger sein, wenn es hieße, dass ich all die Erfahrungen noch einmal von vorne durchleben müsste. Das heißt natürlich Herzschmerz, schmerzhafte Erinnerungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse noch einmal zu wiederholen. Ich bin froh über die Erfahrungen, die ich in 25 Jahren gemacht habe und hier sind einige Gründe wieso.

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Geburtstagsupdate: Dinge, die ich in 25 Jahren gelernt habe

1. Der Freundeskreis schrumpft

Im Laufe unseres Lebens lernen wir Tausende von Menschen kennen und einige von ihnen werden zu unseren Freunden. Mit der Zeit merkt man, wer die wahren Freunde sind. Diejenigen, die sich nur melden, wenn sie etwas von einem brauchen, sind es ganz sicher nicht. Wir entwickeln uns alle in unterschiedliche Richtungen. Meine wahren Freunde kann ich mittlerweile an einer Hand abzählen und mehr brauche ich nicht.

2. Netflix vs. Halligalli

Mit dem Alter sinkt auch die Lust am Feiern. Ich war noch nie die Partyqueen, die jedes Wochenende in verrauchten Clubs durchgefeiert hat und ich habe auch nicht das Gefühl, dass mir dadurch etwas an Lebenserfahrung fehlt. Ab und zu gehe ich gerne in Bars und treffe Freunde, aber bis 6 Uhr morgens im Club zu tanzen, schaffe ich heutzutage sowieso nicht mehr. Gott sei Dank geht es all meinen Freunden mittlerweile genauso, denn jetzt muss ich mich nicht mehr schlecht fühlen, wenn ich nach dem ‚Vortrinken‘ Heim fahre. Ich gönn mir lieber eine oder zehn Folgen meiner Lieblingsserie.

3. Nein sagen

Im Laufe unseres Lebens lassen wir uns immer wieder von anderen ausnutzen – aber irgendwann platzt jedem der Kragen. Wir müssen lernen „Nein“ zu sagen. „Nein“, wenn wir keine Lust auf Party haben, „Nein“, wenn uns die eine Freundin nur dann aufsucht, wenn sie etwas braucht. „Nein“ zu aufdringlichen Männern und „Nein“ zu schlecht bezahlten Jobs.

4. Fernweh olé

Mit 25 ist man noch jung und ungebunden genug, um kurzerhand eine Weltreise zu unternehmen oder besser noch, ein weiteres Mal wegzuziehen und sich irgendwo anders ein neues Heim aufzubauen. Es fühlt sich erstaunlich befreiend, gleichzeitig aber auch furchteinflößend an, einfach mal für einige Zeit woanders zu wohnen und seine Komfortzone zu verlassen. Wer mich kennt, weiß, dass ich stets auf dem Sprung bin und daher ist es für mich auch nicht unwahrscheinlich irgendwann in der Zukunft Wien wieder zu verlassen und woanders mein Zelt aufzuschlagen.

5. Hochzeitsglocken

In unserem Alter scheinen Hochzeiten und Babies immer häufiger zu ‚passieren‘. Jeder findet in seinem Facebook-Feed nun auch süße, zahnlose Kinderlächeln und Lebensereignisse wie ‚Schulfreund-den-ich-seit-5-Jahren-nicht-mehr-gesehen-habe-hat-sich-verlobt‘. Das setzt einen selbst sehr unter Druck vor allem, wenn man momentan gar keine Lust aufs Heiraten hat. Lasst euch davon nicht beirren, putzt euch schön heraus für die Hochzeiten eurer Freunde, tanzt bis euch die Füße weh tun und genießt die Zeit solange ihr noch jung seid. Baby-Lächeln werden schon noch früh genug kommen.

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25 Jahre alt oder jung zu sein ist überhaupt nicht schlimm. Wir haben geliebt, gelebt und aus unseren idiotischen Fehlern gelernt. Wir sind weiser geworden und wissen, rückblickend, dass uns die Farbe orange einfach nicht steht, also werden wir diesen Fehler sicher nicht noch einmal begehen. Wir können froh sein, dass die pickeligen Teenage-Jahre vorbei sind und wir nun sogar ganz akzeptabel aussehen (nicht, dass das alles im Leben wäre, aber schlecht für das Selbstbewusstsein ist es natürlich auch nicht 😉). Ich freue mich schon auf die nächsten Geburtstage und die weiteren Erkenntnisse, die damit einhergehen werden.

Wie sieht es bei euch aus? Hattet ihr auch so Angst vor der großen bösen Zahl 25?

Outfit woher:
Rock – H&M
Rollkragenpulli – H&M
Bikerjacke – Zara
Boots – Zara
Tasche – Zara

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