Ich gehöre zur Generation Y, bin somit ein so genannter „Millennial“ und werde deshalb oft belächelt. ‚Die wollen doch nur reisen, in den Tag hineinleben und haben keine Zukunftspläne‘, sagen sie. Doch ich habe eine Stimme und werde sie am 15. Oktober auch nutzen.

*werbung

Meine Generation (geboren zwischen 1980-2000) ist …

  • faul
  • dumm
  • die schlimmste Generation
  • Kaffee süchtig

… das ergibt zumindest meine Google Suche, als ich herausfinden möchte, was mich und gleichaltrige ‚Millennials‘ – angeblich – ausmacht. Nicht sehr rosig.

Aber sind wir wirklich faul und verblendet? Ich sage: nein! Millennials sind allgemein gesehen die am höchsten gebildete Generation aller Zeiten, sind engagierter in Protesten und NGOs und sind im Begriff die ökonomische Relatität der Zukunft grundlegend zu verändern. Jedoch haben viele von uns das Interesse am Wählen verloren. Trotz höherer Bildung und mehr Informationen und Quellen als jede Generation vor uns, geht eine ‚Wahlmüdigkeit‘ um. Politikverdrossenheit und der fehlende Glaube an Veränderung durch die demokratische Wahl bestimmen allgemein das Klima. ‚Nicht-wählen-Gehen‘ wird zum Statement gegen das System.

Doch wir haben unsere Zukunft in der Hand!

 

Ja, es ist entmutigend, wenn Kollegen, Freunde und Bekannte einem ein schwarzes Bild unserer Zukunft malen. Es ist frustrierend, wenn die immer gleichen Scharmützel in den Schützengräben der Parlamentssitzungen ausgetragen werden, die keinen Zentimeter Veränderung zu bringen scheinen. Oft haben viele Schwarzmaler sogar recht: es verändert sich nichts für die, die nicht am politischen System teilnehmen. „That is because under the current system, politicians won’t do anything for the people who do not vote. Politicians implement policies for the people who return them to power. Older people vote.“ (the guardian, 2016)

Doch das System, das vermeintlich ‚gegen‘ einen ist, zeigt uns gleichzeitig wie viel Macht in den Händen von uns Millennials liegt. Meine Stimme wiegt ebenso viel wie jede andere, egal ob reich oder arm, jung oder alt. Meine Stimme kann Dinge verändern, auch wenn und vor allem weil sie Teil eines großen Ganzen ist. An meiner Stimme hängen die Interessen und die Träume meiner Generation.

Deswegen gehe ich nicht leichtfertig mit meinem Wahlrecht um und nutze es bei der österreichischen Nationalratswahl 2017, um meine Interessen vertreten zu wissen. Die Stimmen junger Menschen hätte den Brexit verhindern können und können auch in Österreich viel bewirken. Lasst uns so sein, wie uns andere Generationen am wenigsten gerne hätte: laut, unabhängig, stur und relevant. Lasst uns am 15. Oktober wählen gehen. 

Wie wähle ich?

Die WAHL EINFACH ERKLÄRT

Du bist motiviert aber drohst im Polit-Dschungel zu versinken? Keine Sorge, I got you covered. Im Video erfährst du alles Wichtige zum ‚Was‘ und ‚Wie‘ zur österreichischen Nationalratswahl 2017. Mehr Informationen zum Durchklicken gibt es auf  wahlen.wien.at – damit bis zum 15. Oktober auch wirklich alles glasklar ist!

 

 

Vielen Dank an die J. Hornig Kaffeebar für die schöne Foto-Location!

*In freundlicher Zusammenarbeit mit wien.at