Studium nach dem Master –
Tue ich mir das noch einmal an?

Studium nach dem Master –
Tue ich mir das noch einmal an?

Studium nach dem Master –
Tue ich mir das noch einmal an?

Ich befinde mich auf der Zielgerade, das Ende meines Studiums ist in Sicht. Eeeendlich! Und dennoch denke ich schon wieder an das nächste. Wieso ich mir das noch einmal antun möchte, lest ihr hier.

Status Quo – Was mache ich eigentlich?

Ich studiere Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien. Hoffentlich kann ich diesen Satz schon bald in die Vergangenheit setzen, denn ich schreibe gerade und auch schon ziemlich lange an meiner Magisterarbeit. Dann fehlt nur noch die große Abschlussprüfung, bevor ich finitio, Schluss, aus, fertig bin. Endlich! Das Studium an sich hat mir recht gut gefallen, doch umso näher ich dem Ende komme, umso bewusster wird mir, dass es doch nicht ganz das richtige für mich ist. Ich fühle mich nicht wirklich angekommen. Vielleicht sind diese Gedanken Teil des natürlichen Wesens eines Mitzwanzigers, aber dennoch sind sie da und nehmen einen nicht mehr zu leugnenden Platz in meinem Kopf ein.

Deswegen habe ich beschlossen, der Uni auch zukünftig nicht ganz meinen Rücken zu kehren. Ich möchte Psychologie studieren.

Zukunftsmusik – Wo soll es hingehen

Aaalso, Psychologie soll es sein. Wieso? Weil ich schon sehr lange ein großes Interesse für diesen Fachbereich empfinde. Eigentlich weiß ich nicht so genau, wieso ich mich nicht von Anfang an für dieses Studium entschieden habe, doch das macht nichts, denn ändern kann ich schließlich eh nichts mehr. Während ich mich für Publizistik inskribiert habe, weil ich mir die späteren Berufsmöglichkeiten spannend vorstellte, entscheide ich mich für Psychologie, nicht weil ich unbedingt als Psychologin arbeiten möchte, sondern weil eine Faszination für die Gedankenwelt des Menschen vorhanden ist.

Das große Problem ist jedoch: ich muss wieder von vorne beginnen. Alleine wenn ich daran denke, scheinbar endlose Nächte an empirischen Arbeiten zu sitzen, kommt es mir hoch. Doch ich versuche den Blickwinkel zu ändern. Genauso wie Alina auf die Volkshochschule geht, um Koreanisch zu lernen, möchte ich auf die Uni und einer Leidenschaft nachgehen. Beide investieren wir Zeit und Mühe – nur eben ein bisschen anders.

Die wichtigste Neuigkeit für euch

Damit das Lernen von einer Nebensachen im Alltag wieder zu einer Hauptaufgabe werden kann, habe ich meinen klassischen ‘9-5 Job’ gekündigt. Die Entscheidung war keine leichte, aber ich denke, die richtige für mich. Viel zu oft habe ich mich schlapp und ausgepowert gefühlt. Oftmals gar nicht, weil ich so viel zu tun hatte, sondern weil permanent der Gedanke an unvollendete Aufgaben im Raum stand. Das hat mich belastet. Meine Devise ist deshalb: ich habe mein Leben in der Hand. Bin ich unzufrieden, bin ich der einzige Mensch, der etwas daran ändern kann. Also packe ich es an. Ich bin gespannt, was die Zukunft mit sich bringt.

Zugegebenermaßen fühle ich mich gerade ein bisschen wie nach der Matura. Alle Türen stehen mir erneut offen. Begeisterung und Vorfreude paaren sind sich mit Angst und plötzlich ist das spannende Kribbeln wieder da.

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6 Comments

  • Katrin
    10 Monaten ago

    Danke für deinen tollen Beitrag!
    Tatsächlich kommt er gerade “wie gerufen”, da auch ich momentan nicht so richtig weiß in welche Richtung ich beruflich gehen soll. Umso spannender natürlich die Entscheidungen anderer zu lesen und zu wissen, man ist nicht allein damit.
    Viele sind im 9to5 Job nicht glücklich und ich kann es mir auch überhaupt nicht vorstellen.

    Hast du schon eine Ahnung wo du beruflich mit deinen Studiengängen hin möchtest?
    Witzigerweise habe ich bereits 5 Semester Psychologie studiert (dann aufgehört) und überlege später noch in Richtung Medien zu gehen…

    Du kannst mir gerne schreiben, falls du Fragen zum Studium hast oder dich gerne austauschen magst.:)

    Alles Liebe,
    Katrin

    Lebegruen.com

    • Nina
      10 Monaten ago

      Liebe Katrin,

      danke dir, für deine liebe Nachricht. Ich glaube, wir sind nicht alleine – ganz vielen dürfte es ähnlich gehen. Ich bin derzeit im Bereich Social Media tätig, möchte aber gerne in Richtung Journalismus wechseln, beziehungsweise später (leider viel später) auch als Psychologin tätig sein (falls es mir denn gefällt). Mit dem Standbein als Bloggerin befinde ich mich zusätzlich in einer sehr glücklichen Position. Ich habe nämlich die Freiheit, Dinge auszuprobieren und das unabhängig von einem ‘9 to 5’-Job.

      P.s.: ich komme auf dein Angebot bestimmt zurück, auch falls du Fragen hast, jederzeit gerne :).

      Ganz liebe Grüße,
      Nina

  • 10 Monaten ago

    Psychologie ist wahnsinnig interessant und ich kann sehr gut nachvollziehen wieso du diese Entscheidung triffst. Ich finde es klasse, dass wir heutzutage die Möglichkeiten haben einen “Neustart” zu wagen. Nach deinem Blogpost fühle ich mich noch einmal bestärkt darin, dieses Jahr auch diesen Schritt zu gehen und nach meiner Ausbildung + 1 Jahr Arbeit jetzt noch einmal von vorne anzufangen. 🙂 Liebe Grüße & Viel Erfolg für deine Magisterarbeit ♥

    • Nina
      10 Monaten ago

      Liebe Katja,

      danke dir für deinen süßen Kommentar. Ich finde es richtig schön, dass das, was wir schreiben, auch bei unseren Lesern ankommt. Und ich finde wirklich, dass es nie zu spät ist, für einen Neustart. Außerdem ist ja Wissen, also neu Gelerntes, nie für die Katz’.

      Ich wünsche dir ganz viel Glück für die Zukunft.

      Ganz liebe Grüße,
      Nina

  • Luisa
    9 Monaten ago

    Mir ging es ganz ähnlich wie Dir – ich habe auch Psychologie im Zweitstudium studiert – im ersten Kunstgeschichte. Ein tolles Studium, aber mir haben die Berufsmöglichkeiten dann doch Sorgen gemacht. Nach 5 Jahren Psychologiestudium kann ich sagen: Es wird zeitweise hart, aber es ist eine tolle Investition in Deine Zukunft. Mittlerweile bin ich in dem ersten der drei Jahren Vollzeitausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin und habe gefühlt immer noch einen langen Weg vor mir, und verdiene in dieser Zeit nicht wirklich. Aber danach kann ich endlich meinen Traumjob ausüben und habe viel Freiheit, was die Arbeitszeit betrifft. Liebe Grüße und viel Erfolg für Deinen Weg!

  • 9 Monaten ago

    ich hab mir auch kurz überlegt ob ich nach meinen master nicht noch etwas studieren will – aber jz bin ich in der arbeitswelt, verdiene gutes geld u irgendwie kann ich mich nicht mehr überwinden – zu hause liegen aber doch noch ein paar studienführer herum… vielleicht wage ich ja doch noch den schritt nur etwas später…
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com